[News] Verlängerung des Calls für die nächste Ausgabe (Nr. 104): „Feministische Perspektiven auf Austerität und Krise“
Hochschulgruppe femgeo Kiel
femgeo at email.uni-kiel.de
Mon Jun 29 16:46:48 CEST 2026
_*english below*_
Verlängerung des Calls für die nächste Ausgabe (Nr. 104): „Feministische
Perspektiven auf Austerität und Krise"
Liebe Liste,
wir verlängern den Call für die nächste Ausgabe der FemGeo Rundmail: Bei
Interesse könnt ihr uns eure Beiträge gerne noch bis zum 20.07.2026 an
femgeo at email.uni-kiel.de schicken. Wir ermutigen insbesondere auch
Personen mit aktivistischem Hintergrund und Studierende, die z.B.
Abschlussarbeiten zu dem Thema schreiben/geschrieben haben.
Nachfolgend noch einmal der ursprüngliche Call:
Call für die nächste Ausgabe (Nr. 104): „Feministische Perspektiven auf
Austerität und Krise"
Die nächste Ausgabe der FemGeo Rundmail soll sich mit feministischen
Perspektiven auf Austerität und Krise beschäftigen. Das umfasst für uns
Kürzungen öffentlicher Ausgaben als Reaktion auf sozio-ökonomische
Krisen. Im Sinne neoliberaler Sparpolitiken erfolgen dabei eine
ökonomische Priorisierung bei der Verteilung von Geldern und eine
(Re)privatisierung von Zuständigkeiten. Diese basieren auf der
systematischen Abwertung und Ausbeutung vermeintlich unproduktiver
Sorgearbeiten. So sind insbesondere die Bereiche der öffentlichen
Fürsorge und der Versorgungsinfrastruktur wie das Gesundheitswesen, der
soziale Wohnungsbau, Bildung, Sozialhilfe oder Kinderbetreuung von
Sparmaßnahmen betroffen - Sektoren, die hinsichtlich der Nutzer*innen
sowie Beschäftigten stark geschlechtsspezifisch strukturiert sind. Damit
äußern sich Austeritätspolitiken insbesondere in der Veränderung
sozialräumlicher Strukturen und der Verstärkung bereits bestehender
geschlechtsbezogener sozio-ökonomischer Ungleichheiten.
Wir sind daher besonders an Beiträgen interessiert, die den konkreten
Einfluss dieser Ungleichheiten auf das alltägliche Leben und dessen
sozialer Reproduktion untersuchen. Dabei kann auf den Zusammenhang
zwischen alltäglichen Praxen und ökonomischer Reproduktion sowie
Verflechtungen von race- und klassenspezifischen Dynamiken in der
ökonomischen Exklusion sowie der sozial-räumlichen Verortung von Körpern
eingegangen werden. Darüber hinaus, können (kollektive) Formen des
Widerstandes und Perspektiven der Solidarität behandelt werden, auch in
Bezug darauf, inwiefern dadurch vorherrschende neoliberale Diskurse,
Politiken und Praxen herausgefordert werden. Wir freuen uns auch über
Beiträge, die eine Verbindung zwischen Austerität als
Krisenlösungsstrategie und antifeministisch-neokonservativen Diskursen
ziehen oder alternative Konzepte wie das der feministischen Sorgeethik
einbinden. Natürlich können auch hier nicht konkret benannte Themen und
Schwerpunkte gewählt und eigene Zusammenhänge hergestellt werden!
Verschiedenste Formen von Beiträgen sind willkommen: Einblicke in
laufende Forschungsarbeiten, konzeptionelle Überlegungen, Critical
Mappings, Gedichte, Interviews, Zines, Kochrezepte oder selbstgedrehte
Videos, etc. Wir möchten aber auch Raum schaffen für
Alltagswahrnehmungen und aktivistische Beiträge sowie intersektionale-
queerfeministische Perspektiven und Zugänge abbilden. Gerade vor unserem
eigenen Hintergrund als Hochschulgruppe wollen wir insbesondere
diejenigen ermutigen, die sonst selten zu Wort kommen: Erzählt uns, was
ihr denkt! Entwerft Utopien, seid kreativ und lasst eure (feministische)
Wut in die Beiträge fließen.
Wir freuen uns auf eure Beiträge und liebe Grüße aus Kiel,
die HSG FemGeo Kiel
_*englisch*_
Extension of the Call for Papers for the Next Issue (No. 104): "Feminist
Perspectives on Austerity and Crisis"
We are extending the call for papers for the next issue of FemGeo
Rundmail: If you are interested, please feel free to send us your
contributions by July 20, 2026 to the following email:
femgeo at email.uni-kiel.de .
We especially encourage people with an activist background and students
who, for example, are writing or have written theses on this topic.
Find below the original call for submissions:
Call for the next Issue (Nr. 104): "Feminist Perspectives on Austerity
and Crisis"
In the next issue of FemGeo Rundmail, we would like to take a look at
feminist perspectives on austerity and crisis. For us, this includes
cuts in public spending in response to socio-economic crises. In line
with neoliberal austerity policies, this involves economic
prioritization in the distribution of funds and the (re)privatization of
responsibilities. These are based on the systematic devaluation and
exploitation of supposedly unproductive care work. The areas of
healthcare, social housing, education, social welfare, and childcare are
particularly affected - all sectors that are highly gender-specific in
terms of both users and employees. Austerity policies thus particularly
manifest themselves in changes to socio-spatial structures and the
reinforcement of existing gender-related socio-economic inequalities.
We are therefore particularly interested in contributions that examine
the concrete impact of these inequalities on everyday life and its
social reproduction. These may address the connection between everyday
practices and economic reproduction, as well as the intertwining of
race- and class-specific dynamics in economic exclusion and the
socio-spatial localization of bodies. In addition, (collective) forms of
resistance can be addressed - also with regard to the extent to which
they challenge prevailing neoliberal discourses, policies, and
practices. We also welcome contributions that draw connections between
austerity as a crisis resolution strategy and anti-feminist
neoconservative discourses, or that incorporate alternative concepts
such as feminist care ethics. Of course, you are also free to choose
topics and focal points that are not specifically mentioned here and
establish your own connections!
A wide variety of contributions are welcome: insights into ongoing
research, conceptual considerations, critical mappings, poems,
interviews, zines, recipes, or self-made videos, etc. However, we also
want to create space for everyday perceptions and activist
contributions, as well as intersectional queer-feminist perspectives and
approaches. In doing so, we want to encourage those who rarely have a
voice: Tell us what you think! Create utopias, be creative, and let your
(feminist) anger flow into your contributions.
We are looking forward for your submissions,
best,
HSG Femgeo Kiel
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Hochschulgruppe Feministische Geographien Kiel
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
femgeo at email.uni-kiel.de
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